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Blindenseelsorge

Seelsorge für blinde und sehbehinderte Personen

Einer der Schwerpunkte unserer Arbeit ist die Seelsorge für Menschen mit einer Seheinschränkung. Bei Hausbesuchen, also Gesprächen beim Ratsuchenden zu Hause, in einem nahegelegenen Café oder in einem für beide gut erreichbaren Treffpunkt werden Alltagssorgen besprochen und vorallem auf die Besonderheiten eingegangen, die das Leben mit einer Seheinschränkung häufig mit sich bringt.

Denn es ist doch so: Manche Personen kommen gut zurecht, tauschen Tricks und Kniffs mit anderen Betroffenen aus. Andere dagegen hadern mit ihrem Schicksal, verstehen nicht, weshalb gerade sie jetzt erblinden, weshalb gerade sie jetzt nicht mehr Bilder malen oder Blumen zu wundervollen Gestecken formen können, oder weshalb das Kochen nun nicht mehr möglich ist.

Unterwegs begegnen der Blindenseelsorgerin, die selber seit Kindheit blind ist, viele Schicksale. Ihre Aufgabe ist es, den Menschen Mut zu machen, bei ihnen Positives zu suchen und zu finden. Sie will ihnen aufzeigen wie man lernen kann, sich an kleinen Dingen zu freuen und den Glauben nicht zu verlieren.

Einige Personen schreiben ihre Sorgen per E-Mail oder rufen per SMS um Hilfe. Weinen ist erlaubt, und Lachen erwünscht! Trotz allen Hindernissen, allem Neuen, das vielen, die spät im Leben mit der Sehbehinderung konfrontiert werden, Mühe macht, gilt es, Hoffnung, Glaube, und Vertrauen zu stärken – dies ist ein grosser Teil der Aufgabe der Blindenseelsorge.

Angehörige sind oft in solchen Situationen genauso überfordert wie die unmittelbar Betroffenen. Auch sie dürfen sich an uns wenden. Auch für sie haben wir ein offenes Ohr und aufmunternde Worte bereit.

Anlaufstelle für Institutionen

Die Blindenseelsorge arbeitet mit Beratungsstellen und Institutionen des Sehbehinderten-Wesens zusammen. Vernetzung ist wichtig und gegenseitig nötig. Beratungsstellen geben unsere Adresse an Klienten weiter, die nebst dem sozialarbeiterlichen Gespräch gerne eine seelsorgerliche Unterstützung möchten.

Stellt sich umgekehrt in einem Gespräch bei uns zum Beispiel heraus, dass die ratsuchende Person einen neuen Weg lernen möchte, gibt es Kontakte zu Mobilitätstrainern. Geht es um Hilfsmittelfragen, vermitteln wir den Kontakt zu Beratungsstellen.

Brückenbauer

Als solche verstehen wir uns in Zusammenhang mit der Frage der Integration. Traut sich zum Beispiel eine blinde Person nicht, alleine in die Kirchgemeinde zu gehen, suchen wir eine Kontaktperson und Möglichkeiten, dass die Person sich integrieren kann. Manchmal entstehen auch Missverständnisse auf Grund der Seheinschränkung. Diese versuchen wir zu klären und ein gutes Umfeld zu schaffen.

Haben Sie als Kirchgemeinde Fragen zur Sehbehinderung, zur Integration, zu Hilfestellungen? Dann suchen Sie das Gespräch mit uns – das ist wichtig!

Sind sie selber Betroffene und möchten Fragen klären? Dann wenden sie sich bitte an uns.

Auf einer Brücke haben alle Bedürfnisse Platz. Gehen wir aufeinander zu und warten nicht, bis der oder die andere den ersten Schritt macht. Zwei Pfeiler werden nur zur Brücke, wenn beide aufeinander zu gehen. Wir helfen Ihnen dabei.